Buchliebhaber wurden reizüberflutet

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Viele internationale Verlage präsentierten sich auf der Buchmesse. Foto: Melina Seiler

Menschen drängen sich dicht an dicht und schlendern durch die verschiedenen Reihen zwischen den Buchständen vorbei. Immer wieder bleiben sie stehen, betrachten interessiert ein paar Bücher, nehmen eins in die Hand und lesen den Klappentext. Oft werden sie aber auch direkt angesprochen von Verlegern und Autoren, die den Stand betreuen, denn auf der Frankfurter Buchmesse wollen alle auf sich und ihre Produkte aufmerksam machen.

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Unisex-Toiletten, nicht nur eine Debatte für Transsexuelle

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Unisex-Toiletten gibt es leider noch viel zu selten. Foto: Pixabay

In Deutschland bin ich mit geschlechtsgetrennten öffentlichen Toiletten aufgewachsen. Das gab es schon im Kindergarten und der Grundschule. Gerne habe ich mich mit den Mädels auf dem Gymnasium auf die Damentoilette verzogen, um wichtige Dinge fernab von Jungsohren zu besprechen. Hinterfragt habe ich das lange nicht. Bis zu dem Moment, als Transsexuelle und Intersexuelle in mein Bewusstsein rückten. Dass diese sich oft in einer Toilettenproblematik befinden, ist längst bekannt, aber noch nicht geändert.

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Hamburger Sommer farbenstark eingefangen

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Das Gemälde „Landungsbrücken“ von Jasmin Hilmer ist eine Acryl-Collage. Foto: Melina Seiler

Hamburgs Wetter ist oft trist und grau. Besonders schöne Seiten zeigen sich deshalb vermehrt im Sommer. Genau das fängt die Ausstellung „Sommer in Hamburgin der Galerie des Hotels Grand Elysée ein. Vier ganz unterschiedliche Künstler mit einer besonderen Verbindung zu Hamburg – da sie hier leben oder lebten – haben 34 bunte und lebendige Bilder des Hamburger Sommers angefertigt.

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Sascha Grammel: Er findet es lustig – sein Publikum auch

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Sascha Grammel und sein Adlerfasan Frederic in der Barclaycard Arena. Foto: Melina Seiler

Der bauchredende Puppen-Comedian Sascha Grammel wird mit einem Aufzug auf die Bühne transportiert und steht dann in einer bunten Kulisse, die den Ort seiner Kindheit darstellen soll. Links von ihm ein Süßigkeitenladen, hinter ihm die wechselnden Kulissen für seine Puppen und rechts von ihm das Reisebüro Grammel Tours. Er ist mit seinem dritten Bühnenprogramm „Ich find’s lustig“ auf Hallentour und reist durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zweimal macht er Halt in Hamburg. Am Sonntag und Montag spielten er und seine Puppen dort in der ausverkauften Barclaycard Arena. Weiterlesen

Mein Social-Media-Verständnis

 

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Social-Media-Plattformen können viel Zeit fressen. Grafik: Melina Seiler/ einzelne Bilder: Pixabay

Wenn ich mein Smartphone entsperre erfolgt meist ganz automatisch die Kontrolle meiner Social-Media-Profile. Hier eine neue WhatsApp-Nachricht, da eine neue Markierung auf Facebook und „huch“ gerade kommt ein neuer Snap rein. Am schlimmsten ist es nach dem Aufstehen, da ich meist länger schlafe als meine Freunde, habe ich morgens immer viele Benachrichtigungen abzuarbeiten. Ich gebe zu: Manchmal geht mir das auf die Nerven. Ich gehe mir aber auch selbst auf die Nerven, weil ich nicht ein bisschen weniger oft zum Smartphone greifen kann. Meine Unfähigkeit, das Ding ein paar Stunden in der Ecke liegen zu lassen, hat zur Folge: egal ob ich gerade bei Netflix eine Serie schaue, oder lerne, es liegt immer in Reichweite. Weiterlesen

G20-Gipfel: „Bürgerkriegsartige Zustände“

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Eine vermummte Demonstrantin vor einem Wasserwerfer und Polizisten. Foto: BE Photography

Während ich gestern Nacht auf der Reeperbahn zu lässiger Technomusik, friedlicher Demonstranten tanzte, stand das Schanzenviertel in Flammen. Meine Freunde und ich hatten beschlossen, die Lage auf St. Pauli auszukundschaften und trafen auf eine Menschenversammlung unmittelbar vor der Davidswache. Auf der Reeperbahn hatten sie einen Wagen aufgestellt, aus dem laute Musik dröhnte. Alles war friedlich. Fröhliche Menschen tanzten und tranken Bier – gedachten aber auch der Schanze. Die Polizei hielt sich im Hintergrund und hatte keinen Grund einzuschreiten. Heute gehen aber ganz andere, entsetzliche Bilder um die Welt.  Die Bilder des Hamburger Schanzenviertels, das in Flammen steht. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli kam es dort zu Ausschreitungen im höchsten Maß.

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G20-Gipfel in Hamburg: meine Eindrücke aus der Tumult-Woche

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Ein Wasserwerfer vor der Davidswache – es ist eine von vielen in Hamburg. Foto: Melina Seiler

Die Welt schaut auf Hamburg und die Stadt steht Kopf – zumindest scheint es so. Schon Wochen vor dem G20-Gipfel rückten Polizisten aus allen Bundesländern und aus Österreich, sowie den Niederlanden an. Sicherheitsvorkehrungen und andere Organisationen liefen auf Hochtouren. Zunächst im Hintergrund, auch wenn lokale und überregionale Medien regelmäßig berichteten. Doch je näher das Wochenende vom 7. und 8. Juli rückte, desto mehr Veränderungen waren in der Stadt wahrzunehmen. Zunächst sind es nur die vielen Polizisten und Polizeiwagen, die schon bald zum Stadtbild gehörten.

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Deutschsprachiger Journalismus im Kaukasus: Vika Mirianashvili im Interview

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Die 19-Jährige macht sich Gedanken darüber, wie sie mit Journalismus die Welt verbessern kann. Foto: privat

Die 19-jährige Vika Mirianashvili aus Georgien schreibt seit sie 16 Jahre ist für die Kaukasische Post (der einzigen deutschsprachigen Zeitung im Kaukasus). Sie ging auf eine deutsche Schule und studiert jetzt in Georgien Germanistik. Sie möchte sich in Georgien, das ja gerade in den letzten Jahren immer mehr Wert auf die europäischen Werte legt, für Demokratie und Journalismus einsetzen. Deutschland ist dafür natürlich ein Vorbild. Im Sommer ist sie in München bei einem Seminar für Deutsch sprechende Journalisten aus Mittel- und Osteuropa. Mit Vierstimmig hat sie über die Sicht auf Deutschland, Georgien als westlich orientiertes Land und ihre Zukunftspläne gesprochen.

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