Madeira Teil 3 – Westtour

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Der Blick auf Porto Moniz und die beeindruckende Küste. Foto: Vera Brüssow

Madeira. Nach dem Besuch in Funchal sowie der Tour zur Ostküste durfte die Westtour nicht fehlen. Unterschiedlicher kann ein Inselteil gar nicht sein. Am unteren Zipfel herrschen mediterrane Temperaturen, wohingegen die Berge und der äußerte Zipfel Porto Moniz von starken Winden geprägt sind. 

Câmara de Lobos war der erste Halt der Westtour. Der kleine Fischerort liegt etwa zehn Kilometer von Madeiras Hauptstadt Funchal entfernt. Hier wird mit den kleinen bunten Booten, die im Hafen liegen, der berühmte maderische Schwarzdegenfisch gefangen. Eine Gedenktafel erinnert daran, dass der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill 1950 den Hafen von Câmara de Lobos auf einem Ölgemälde verewigte. Das Originalgemälde hängt allerdings nicht auf Madeira, sondern im englischen Kent. Nicht weit vom Hafen säumen enge Gassen den Weg zur Kirche des Ortes. Hier gibt es, auf den Türen an kleinen Häusern unterschiedliche Gemälde zu entdecken. Zu sehen sind Winston Churchill, Frida Kahlo oder Christiano Ronaldo.

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Blick auf den Hafen von Câmara de Lobos. Foto: Vera Brüssow

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Christiano Ronaldo oder Frida Kahlo schmücken die Türen in Câmara de Lobos. Foto: Vera Brüssow

Bis zum Aussichtspunkt Cabo Girao auf dem Pico de Galo ist es von Câmara de Lobos nicht weit. Dieser Punkt ist ein Touristenanziehungspunkt, viele Busse parken auf dem kleinen Parkplatz, ebenso Paulo, den ich bereits von der Osttour kenne. Er empfiehlt: „Wer Höhenangst hat, nicht nach unten gucken.“ Habe ich nicht, also riskiere ich einen Blick nach unten. Beim Blick zu meinen Füßen, entdecke ich Glasplatten. Der gesamte Aussichtspunkt verfügt lediglich über diesen Glasboden und gibt den Blick auf die Felsen der 580 Meter hohe Steilküste frei. Einfach atemberaubend schön.

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Höhenangst sollte man bei diesem Blick vom Cabo Girao nicht haben. Foto: Vera Brüssow

Die Steilküste als Ruhepol 

Ribeira Brava ist eine Kleinstadt, die ringsum von hohen Felsen umgeben ist. Hier scheint die Welt still zu stehen. Eine kleine Kirche begrüßt die Touristen, die sich hierher verirren. Eine Promenade am Meer hält mehrere Cafés und kleine Geschäfte bereit. Hinter einem großen Felsen geht es in den Hafen, in dem wenige Boote liegen. Viel los ist in Ribeira Brava nicht, doch die Aussicht auf die Felswände ist beeindruckend.

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Die Wellen brechen sich an der Küste von Porto Moniz. Foto: Vera Brüssow

Über kleine enge und kurvige Straßen geht es hinauf zur äußersten Spitze der Westküste nach Porto Moniz. Der Miradouro da Santinha bietet einen tollen Blick von oben auf den Ort hinab. Porto Moniz‘ Küste entstand aus Lavasteinen. Wo früher heißes Gestein auf brodelndes Meerwasser traf, säumen heute diese Felsen die Küste. Sie trennen somit kleine Badebecken ab, in denen im Sommer gebadet wird. Diese Becken heißen „Piscinas Naturais“. Im Winter herrscht durch den vielen Wind starker Wellengang, sodass ein wahres Naturschauspiel entsteht. Das Fort Sao Joao Baptista schützte im 18. Jahrhundert vor Piraten. Heute befindet sich darin ein Aquarium.

Lokale Spezialitäten nicht auslassen

Auf einem Madeira-Urlaub gilt eines: einfach alles, was angeboten wird, probieren. Das gilt vor allem für heimische Spezialitäten. Papayas sind sehr lecker und schmecken süßlich und ein wenig nach Melone. Die heimischen Bananen sind deutlich kleiner als die, die wir aus Supermärkten kennen, aber mindestens genauso lecker. Auch das Kultgetränk Poncha ist einen Schluck Wert. Der hochprozentige Schnaps besteht aus Zuckerrohrschnaps, fisch gepresstem Zitronensaft und Honig: durch den Honig nicht sauer, aber vom Alkoholgehalt sehr hoch. Paulos Worte: „Lecker, Lecker“, kann ich nicht teilen. Zu empfehlen sind aber Maronenkekse und -kuchen. Durch die Maronen sehr nussig und süßlich und einfach lecker.

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Die maderischen Bananen sind deutlich kleiner und grüner, trotzdem sehr lecker. Foto: Vera Brüssow

Wer auf Madeira Strand und Aktivurlaub verbinden möchte, ist genau richtig. Mit dem Mietwagen lässt sich die Insel auf eigene Faust erkunden, doch ich empfehle Bootstouren. Dort erfährt man durch den heimischen Busfahrer sehr viel und entdeckt dadurch Orte, die man sonst nicht gesehen hätte. Außerdem ist eine geführte „Yuppie Yuppie“-Tour deutlich entspannter und günstiger als ein Mietwagen.

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