Madeira Teil 1 — die Hauptstadt Funchal

Funchal. Die Bezeichnung „Blumeninsel“ trägt Madeira zu Recht. Die portugiesische Insel am Atlantik überzeugt sogar im Januar durch ihre Pflanzen- und Blütenpracht. Bananenstauden, 35 Sorten der Passionsfrucht, Avocado und Papaya sind nur einige Früchte, die auf Madeira wachsen. Doch nicht nur durch die Pflanzenvielfalt punktet die Insel. Viele kleine Orte und vor allem die Hauptstadt Funchal sollten bei einem Urlaub nicht ausgelassen werden. 

Ende Januar war ich für eine Woche auf Madeira. Mein Ziel war es, dem grauen Regenwetter in Deutschland zu entfliehen. Das habe ich geschafft. Bei durchschnittlich 15 Grad und Sonne (an fast allen Tagen) konnte ich Kraft und vor allem Licht tanken. Madeira ist ein beliebtes Reiseziel. Jährlich kommen rund eine Millionen Touristen mit dem Flugzeug und etwa 900.000 mit einem Kreuzfahrtschiff und machen Halt in Funchal, der maderischen Hauptstadt.

Funchal und eine rasante Abfahrt

Funchal ist dementsprechend auch die Stadt mit den meisten Einwohnern und die größte Stadt der Insel. Funchal hat viel zu bieten und ist reich an Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen ein schöner Strandabschnitt (Steinstrand), ein toller Hafen mit vielen Booten und dem Anleger für Kreuzfahrtschiffe und die malerische Altstadt. Eine relativ neue Attraktion wurde vor knapp 17 Jahren eröffnet. Die Seilbahn „Teleferico“ führt in luftiger Höhe von Funchal nach Monte. Monte ist ein kleiner Ort oberhalb von Funchal und ist für seine Korbschlittenfahrten bekannt. Diese Korbschlitten waren das erste Fortbewegungsmittel der Insel. Sogar CNN betitelte die Schlitten als „Eines der sieben besten Fortbewegungsmittel der Welt“. Heute ist die Fahrt zwar eine reine Touristenattraktion, aber ein Muss. Eine Fahrt für zwei Personen kostet 30 Euro, für eine Person 25 Euro. Etwa 15 Minuten steuern zwei Korbschlittenlenker den Schlitten zwei Kilometer bergab. Es geht um Kurven und durch enge Straßen, die durch die Korbschlitten bereits glatt geschliffen wurden. Die Lenker haben viel zu tun, sie geben Gas, bremsen und lenken. Deshalb sollte für sie am Ende der Fahrt ein kleines Trinkgeld drinsitzen. Nach dem Fahrt besteht die Möglichkeit, mit dem Taxi oder Bus zurück nach Funchal zu fahren. Eine Korbschlittenfahrt ist zwar nicht günstig, aber ein Highlight bei jedem Urlaub auf Madeira.

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Viel zu tun für die Korbschlittenlenker bei einer Fahrt von Monte nach Funchal. Foto: Vera Brüssow

Zwei Persönlichkeiten werden auf Madeira verehrt, ganz besonders Christiano Ronaldo, der in Funchal geboren wurde und in Santo António aufwuchs. Ein ganzer Flughafen ist nach dem Fußballer benannt. Es gibt eine Fußballschule und ein großes Museum in Funchal. Auch von der österreichischen Kaiserin Sissi, die sich 1860 für etwa zwei Jahre auf Madeira aufhielt, um sich von einer Lungenentzündung zu erholen, gibt eine große Figur. Im Reids Hotel trank sie damals Kaffee, auch heute soll man dort noch so verwöhnt werden, wie Sissi es damals wurde.

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Eine Stadt voller Möglichkeiten

In Funchal lässt es sich wunderbar umherspazieren. Überall gibt es etwas Besonderes zu entdecken. Kleine Gassen mit tollen Kunstwerken an Türen locken in die Altstadt. Sie wechseln sich mit modernen Geschäftsstraßen in der Neustadt und Cafés in der Altstadt ab. Alle Cafés wollen Touristen anlocken: „Table for two?“ oder „Hungry? Come here for lunch“ sind da noch die harmlosen Lockrufe. Von der Altstadt gelangt man schnell zu den Markthallen „Mercado dos Lavradores“. Diese sollten auf keinen Fall ausgelassen werden. Morgens findet hier der Fischmarkt statt, auf dem es den berühmten Schwarzdegenfisch zu kaufen gibt. Allerdings ist der intensive Fischgeruch nichts für zarte Nasen. Sonst bieten zahlreiche Stände in den großen Hallen frisches, heimisches Obst und Gemüse an. An einigen Ständen gibt es Souvenirs zu kaufen.

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Eine bunte Auswahl an Obst und Gemüse bieten die Markthallen „Mercado dos Lavradores“. Foto: Vera Brüssow

Von den Markthallen aus lohnt sich der Anstieg auf das „Fortaleza do pico“, von dem Fort hat man einen wunderschönen Blick auf Funchal. Allerdings geht es zwei Kilometer bergauf, über Treppen oder steile Wege. Das ist zwar kräftezehrend, aber alle Mühen wert. Der Blick entschädigt jede Anstrengung. In einem Café am oberen Berg gibt es Belohnungen in Form von Getränken und Snacks. Vom Fort fällt der Blick auf Küste, Innenstadt und Außenbezirke der Hauptstadt.

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Blick auf das „Fortaleza do Pico“. Foto: Vera Brüssow

Wer auf Madeira ist, muss nach Funchal und sollte  dafür einen ganzen, wenn nicht sogar zwei Tage Zeit einplanen. Viele Hotels in der Umgebung bieten einen Shuttlebus, der direkt in die Hauptstadt fährt. Aber auch die heimischen SAM-Busse fahren regelmäßig. Wichtig: eine Kamera oder ein Handy mitnehmen, um alle schönen Momente festhalten zu können.

2 Gedanken zu “Madeira Teil 1 — die Hauptstadt Funchal

  1. Pingback: Madeira Teil 2 — Osttour | Vierstimmig

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