Buchliebhaber wurden reizüberflutet

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Viele internationale Verlage präsentierten sich auf der Buchmesse. Foto: Melina Seiler

Menschen drängen sich dicht an dicht und schlendern durch die verschiedenen Reihen zwischen den Buchständen vorbei. Immer wieder bleiben sie stehen, betrachten interessiert ein paar Bücher, nehmen eins in die Hand und lesen den Klappentext. Oft werden sie aber auch direkt angesprochen von Verlegern und Autoren, die den Stand betreuen, denn auf der Frankfurter Buchmesse wollen alle auf sich und ihre Produkte aufmerksam machen.

Zum 69. Mal wurde vom 11. bis 15. Oktober die Messe abgehalten. Mit 280.000 Besuchern verzeichnete sie ein Plus von 2,5 Prozent beim Lesepublikum verglichen zum letzten Jahr. Die Messe ist der Weltmarktführer für den Lizenzhandel von Büchern und anderen Medien, die auf Geschichten basieren (wie zum Beispiel Filme und Spiele).

Während die ersten Tage der Messe dem Fachpublikum gewidmet sind – an denen sie sich über neue Trends informieren, Kontakte zu internationalen Verlagen eingehen und Lizenzen aushandeln – ist das Wochenende für die privaten Leseratten geöffnet. In vier großen Hallen und über mehrere Etagen hinweg konnten die Besucher in einer großen Auswahl stöbern. Im Bereich der Internationalen Verlage wurden hauptsächlich Illustrationsbände vorgestellt, da es den meisten Gästen natürlich an den Fremdsprachkenntnissen mangelt. In diesem Jahr war übrigens Frankreich der Ehrengast: Frankfurt auf Französisch oder Francfort en français hieß das Motto. Anders ist es mit den englischsprachigen Medien aus beispielsweise Australien, Kanada, den USA, Großbritannien und Neuseeland, diese stellten viel Lesestoff vor. Auch ich konnte es nicht lassen und habe am Sonntag, dem Verkaufstag, ein Buch eines schottischen Verlags gekauft.

Flyer, Leseproben und Taschen mit Infomaterial

Auch, wenn man in allen Hallen war, kann man nur ein Bruchteil von dem wahrnehmen, was präsentiert wird. Das gilt es zu akzeptieren, weil man sich ansonsten selbst nur stresst. Einmal bei der Erkenntnis angekommen, bereitet es sehr viel Freunde, immer mal wieder an spannenden Ständen zu stoppen, Flyer, Leseproben und Taschen mit Infomaterial zu bekommen, und dann zur nächsten Präsentation weiterzugehen. Es lohnt sich, bei Vorträgen oder Lesungen zu stoppen, oft bekommt man dort neue Informationen, so wie beim Stand des Self-Publishing Verlags Epubli, der erklärte, wie man Metadaten richtig nutzt.

Gerade im Bereich Kunst und Design und Antike Bücher, war es visuell sehr schön. Niedlich sind aber auch die Stände mit großen Figuren oder Kuscheltieren als Blickfang. Meine persönlichen Highlights: ein Schlumpf, Pauli, der Maulwurf, Bloom, eine Winx Club Fee und ein Einhorn. Auch eine große Bad-Man-Figur aus Lego gab es. Besonders faszinierend waren im Außenbereich „Schaumherzen“, die optisch an Badeschaum erinnerten, die aus einer Maschine kamen und in den Himmel aufstiegen.

Nach zwei Tagen schmerzen dann die Füße und die Schultern vom Schleppen der ganzen Bücher und Magazine, aber die Ausbeute hat sich gelohnt. An Lesestoff wird es mir in diesem Herbst und Winter nicht mehr mangeln.

2 Gedanken zu “Buchliebhaber wurden reizüberflutet

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