Abenteuer Gemüse- und Obstanbau – Meine Erfahrung als Kleinbäuerin

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So startete das Abenteuer: die kleinen Setzlinge pflanzte ich in größere Töpfe. Foto: Vera Brüssow

Von einer Freundin erhielt ich vor sechs Wochen kleine Pflanzenkeimlinge, die sie in liebevoller Atmosphäre schon vorgezogen hatte. Melonen, Zucchini, Gurken und Tomaten gehörten zu ihrem Sortiment mit zu vielen Pflanzen, sodass sie mir welche übergab. Lest in meinem Erfahrungsbericht, was daraus geworden ist.

Meine erste Aufgabe bestand darin, die kleinen Setzlinge aus ihrem Frühbeet in größere Töpfe umzutopfen, damit sie optimal wachsen können und sich zu einer starken Pflanze entwickeln. Dass man bei dieser Aktion darauf achten sollte, dass sich nicht alle Gemüsesorten gleich gut vertragen, ist mir erst nach einiger Zeit klargeworden. Deshalb empfehle ich, dass ihr euch vorher über „gute und schlechte Nachbarn“ informiert, damit sich die Pflanzen nicht beim Wachstum stören. Gurken vertragen sich demnach nicht besonders gut mit Tomaten und Zucchini vertragen sich mit jeder anderen Gemüsesorte. Solltet ihr eure kleinen Pflanzen direkt in ein Beet, und nicht in einen Topf, pflanzen, könnt ihr auch kleine Schneckenzäune in den Boden bauen oder Netze spannen, um Insekten fernzuhalten.

Wichtig ist es auch, die Stauden mit einem (Holz)-Stab zu festigen, damit ihre immer stärker werdenden Blätter nicht zu schwer werden und auf den Bogen hängen. Eigentlich sollte jede Gemüsesorte auch einen anderen Standort haben, manche mögen es sonnig warm, andere eher schattig kühl. Bei haben sie einen Standort, an dem sie morgens und mittags im Schatten stehen und ab nachmittags in der Sonne.

Ein kleiner Zwischenerfolg

Nachdem sich erst nichts an den Pflanzen regte und ich sie leider auch immer wieder vergaß zu gießen, bekam ich Mitleid. Ich wollte doch als Kleinbäuerin Erfolg haben und fing an, mir meine kleinen Lieblinge täglich genauer anzusehen und zu gießen. Schnell zeigte sich Besserung und meine Zucchinipflanze ließ erste gelbe Blüten sprießen. Auch meine Gurkenpflanze zeigte kleine gelbe Blüten und an der Melonenpflanze entwickelten sich kleine Fruchttriebe. Nur bei der Tomatenpflanze passierte in den ersten Wochen nichts.

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Die ersten Blüten der Gurke. Foto: Vera Brüssow

Die ersten Früchte

Nachdem die Zucchini und Gurke bereits nach knapp drei Wochen erste Blüten zeigten, entstanden schon bald erste Gemüsefrüchte: Drei kleine Zucchini und vier minikleine Gurken waren zu erkennen. An der Tomate regte sich noch immer nichts, nicht mal Blüten ließ sie sprießen. Die Melone zeigte daumennagel-große Melonen. Groß war die Freude, dass überhaupt etwas anfing zu wachsen und meine Erfahrung im Gemüseanbau ein kleiner Erfolg werden könnte.

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Die erste Zucchini. Foto: Vera Brüssow 

Erntezeit

Die Erntezeit für die Gemüsesorten fällt unterschiedlich aus. Eine Zucchini sollte kann nach etwa sechs bis sieben Wochen bei einer Länge von 15-20 cm geerntet werden. Werden sie regelmäßig geerntet, wachsen sogar neue Blüten nach und mit etwas Glück auch neue Zucchini. Meine erste Zucchini konnte ich diese Woche ernten, ich habe sie bereits verkocht und war ganz begeistert, dass sie sogar schmeckte.

Je nachdem, wann und welche Sorte der Tomate gesät wurde, fällt die Erntezeit der dann roten Tomaten (Juni-Oktober) unterschiedlich aus. Meine Tomatenpflanze zeigt inzwischen kleine weiße Blüten, vielleicht werden doch noch Früchte daraus, so ganz gebe ich die Hoffnung noch nicht auf.

Die Gurken können ziemlich schnell geerntet werden, bereits zwei Wochen nach der Blütezeit ist die Gurke soweit, dass sie abgepflückt und gegessen werden kann. Hier sollten die Gurken vorsichtig entfernt werden, um nicht die gesamte Staude zu verletzen. Meine erste Gurke habe ich auch bereits geerntet, auch wenn sie eher klein war, hat sie trotzdem nach einer echten Gurke geschmeckt.

Die Melonen sind bisher nicht viel größer geworden. Bei meiner Freundin, von der ich die kleinen Pflanzen bekommen habe, ist schon bald Erntezeit. Das kann bei mir allerdings noch dauern.

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Die erste Zucchini konnte ich nach sechs Wochen ernten. Foto: Vera Brüssow

Ein schönes Projekt

Insgesamt hat sich das Projekt gelohnt und ich hatte bereits viel Freude, den Pflanzen beim Wachstum zu zu sehen und konnte es kaum bis zur ersten Ernte abwarten. Dadurch, dass noch weitere kleine Zucchini und Gurken an den Pflanzen zu sehen sind, ist mein Anbauprojekt noch nicht beendet, ich kann es kaum abwarten, bis die nächste Ernte ansteht.

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Ob hieraus noch eine Melone entsteht? Das Abenteuer als Kleinbäuerin geht weiter. Foto: Vera Brüssow

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