Müllabfuhr: unterwegs mit den Jungs

Eine Reportage.

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Frankfurt. Pünktlich um 8 Uhr 30 holen sie mich ab. Übersehen kann man sie keinesfalls. Der Müllwagen ist optisch als auch geruchstechnisch nicht zu verfehlen. Der 15,5 Tonnen schwere LKW rollt langsam heran, hinter der großen Frontscheibe sitzen drei braungebrannte lachende Männer mit orangenen Westen, die mir freundlich zuwinken. Meine Begleiter für die nächsten eineinhalb Stunden.

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Das Leben im Rotlicht

Eine Reprotage.

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Frankfurt. Vergangene Woche hat Fotograf und Journalist Ulrich Mattner Journalistinnen zu einer Führung im Rotlichtmilieu des Frankfurter Bahnhofsviertels geladen. Eine Welt, die Frauen sonst verschlossen bleibt. Eine Welt hinter den Fassaden der heruntergekommenen Mehrfamilienhäuser mit ihren grellen Neonschriften und rot blinkenden Herzchen in den Fenstern. Zuerst besuchten wir eine  bulgarische Prostituierte in ihrem Bordellzimmer der Taunusstraße 26, einen Security-Chef und die Chefin der Animierbar „My Way“. Lest hier, was ich erlebte.

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Abenteuer Gemüse- und Obstanbau – Meine Erfahrung als Kleinbäuerin

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So startete das Abenteuer: die kleinen Setzlinge pflanzte ich in größere Töpfe. Foto: Vera Brüssow

Von einer Freundin erhielt ich vor sechs Wochen kleine Pflanzenkeimlinge, die sie in liebevoller Atmosphäre schon vorgezogen hatte. Melonen, Zucchini, Gurken und Tomaten gehörten zu ihrem Sortiment mit zu vielen Pflanzen, sodass sie mir welche übergab. Lest in meinem Erfahrungsbericht, was daraus geworden ist. Weiterlesen

Sascha Grammel: Er findet es lustig – sein Publikum auch

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Sascha Grammel und sein Adlerfasan Frederic in der Barclaycard Arena. Foto: Melina Seiler

Der bauchredende Puppen-Comedian Sascha Grammel wird mit einem Aufzug auf die Bühne transportiert und steht dann in einer bunten Kulisse, die den Ort seiner Kindheit darstellen soll. Links von ihm ein Süßigkeitenladen, hinter ihm die wechselnden Kulissen für seine Puppen und rechts von ihm das Reisebüro Grammel Tours. Er ist mit seinem dritten Bühnenprogramm „Ich find’s lustig“ auf Hallentour und reist durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zweimal macht er Halt in Hamburg. Am Sonntag und Montag spielten er und seine Puppen dort in der ausverkauften Barclaycard Arena. Weiterlesen

Mein Social-Media-Verständnis

 

Social Media - Kopie

Social-Media-Plattformen können viel Zeit fressen. Grafik: Melina Seiler/ einzelne Bilder: Pixabay

Wenn ich mein Smartphone entsperre erfolgt meist ganz automatisch die Kontrolle meiner Social-Media-Profile. Hier eine neue WhatsApp-Nachricht, da eine neue Markierung auf Facebook und „huch“ gerade kommt ein neuer Snap rein. Am schlimmsten ist es nach dem Aufstehen, da ich meist länger schlafe als meine Freunde, habe ich morgens immer viele Benachrichtigungen abzuarbeiten. Ich gebe zu: Manchmal geht mir das auf die Nerven. Ich gehe mir aber auch selbst auf die Nerven, weil ich nicht ein bisschen weniger oft zum Smartphone greifen kann. Meine Unfähigkeit, das Ding ein paar Stunden in der Ecke liegen zu lassen, hat zur Folge: egal ob ich gerade bei Netflix eine Serie schaue, oder lerne, es liegt immer in Reichweite. Weiterlesen

Journalistische Stereotypen

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Ein Klischee: Eine Brille und eine Zeitung werden schnell mit Journalismus assoziiert. Foto: Pixabay

Jeder kennt sie, die Stereotypen. Man will es eigentlich gar nicht, doch schnell denkt man wieder in Schubladen. Gerade, da es immer wieder welche gibt, die das Klischee nur zu sehr bestätigen. Während meiner redaktionellen Praktika durfte ich sie nun immer wieder miterleben: die Journalismus-Stereotypen. Sie ähneln allen bekannten Arten von Redaktions- oder Großraumbüro-Klischees und sind doch noch ein Hauch anders, verwegener, aufmüpfiger und lauter.

Folgende Journalismus-Stereotypen haben sich für mich herauskristallisiert und bewährt:

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Vorbilder? Die gibt es nicht!

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Dienen Promis als ein gutes Vorbild? Foto: pixabay

Ein Kommentar.

Der Duden beschreibt ein Vorbild als eine Person oder Sache, die als Muster oder Beispiel angesehen wird, oder etwas, nach dem man sich richtet. Doch wer kann ein Vorbild sein? Eltern, Freunde, Prominente – die Möglichkeiten sind vielseitig. Brauchen wir überhaupt ein Vorbild? Vierstimmig auf der Suche nach Antworten… Weiterlesen

G20-Gipfel: „Bürgerkriegsartige Zustände“

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Eine vermummte Demonstrantin vor einem Wasserwerfer und Polizisten. Foto: BE Photography

Während ich gestern Nacht auf der Reeperbahn zu lässiger Technomusik, friedlicher Demonstranten tanzte, stand das Schanzenviertel in Flammen. Meine Freunde und ich hatten beschlossen, die Lage auf St. Pauli auszukundschaften und trafen auf eine Menschenversammlung unmittelbar vor der Davidswache. Auf der Reeperbahn hatten sie einen Wagen aufgestellt, aus dem laute Musik dröhnte. Alles war friedlich. Fröhliche Menschen tanzten und tranken Bier – gedachten aber auch der Schanze. Die Polizei hielt sich im Hintergrund und hatte keinen Grund einzuschreiten. Heute gehen aber ganz andere, entsetzliche Bilder um die Welt.  Die Bilder des Hamburger Schanzenviertels, das in Flammen steht. In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli kam es dort zu Ausschreitungen im höchsten Maß.

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G20-Gipfel in Hamburg: meine Eindrücke aus der Tumult-Woche

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Ein Wasserwerfer vor der Davidswache – es ist eine von vielen in Hamburg. Foto: Melina Seiler

Die Welt schaut auf Hamburg und die Stadt steht Kopf – zumindest scheint es so. Schon Wochen vor dem G20-Gipfel rückten Polizisten aus allen Bundesländern und aus Österreich, sowie den Niederlanden an. Sicherheitsvorkehrungen und andere Organisationen liefen auf Hochtouren. Zunächst im Hintergrund, auch wenn lokale und überregionale Medien regelmäßig berichteten. Doch je näher das Wochenende vom 7. und 8. Juli rückte, desto mehr Veränderungen waren in der Stadt wahrzunehmen. Zunächst sind es nur die vielen Polizisten und Polizeiwagen, die schon bald zum Stadtbild gehörten.

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