Zehn Kilometer sind keine Seltenheit

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Der Aufstieg zum Danzturm in Iserlohn wurde mit diesem Blick belohnt. Foto: Vera Brüssow

Wanderungen und ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft sind für mich das Beste. Nach einem stressigen Vorlesungstag, am Wochenende mit meinem Freund oder einfach zwischendurch, mein Laufdrang ist enorm. Ich vermute, dass meine Mutter viel dazu beigetragen hat: Als ich noch im Kinderwagen lag, ist sie kilometerweit mit mir spazieren gewesen. Mit Sicherheit hat ihr Bewegungsdrang auf mich abgefärbt. Wandern als Hobby ist in meinem Alter schon eher die Ausnahme, doch ich finde darin meine Erfüllung.

Schon immer verbrachte ich meine Zeit gerne draußen. Mit Freunden aus Kindheitstagen spielte ich lieber draußen, als meine Zeit im Haus zu verbringen. Mein Bewegungsdrang war schon immer sehr hoch, egal ob in Form von Sport, Spaziergängen oder Inliner-und Radtouren. Schon in der Realschule verzichtete ich auf mein Busticket und legte den 2,5 Kilometer kurzen Schulweg mit dem Fahrrad zurück. In der Berufsschule fuhr ich die zwei Kilometer zum Bahnhof, nahm den Zug in die Nachbarstadt und lief den zwei Kilometer kurzen Schulweg zu Fuß. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen mich, wie andere Mitschüler, in den Bus zu setzen. Bus = verschwendete Zeit, keine frische Luft und keine Bewegung. In der Ausbildung handhabte ich es bereits so: extra früher aufstehen, um vor der Autofahrt noch 15 Minuten spazieren zu gehen. Meine Mittagspause verbrachte ich immer draußen, meistens machte ich einen Spaziergang durch das Dörfchen, in dem ich arbeitete. Nach der Arbeit war meine erste Tat: raus aus dem Auto und auf, auf in die Stadt für einen Spaziergang.

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Selbst Schnee schreckt mich nicht ab, eine Runde durch den Wald zu laufen. Foto: privat

Meine schönste Entdeckung erlebte ich während eines Familienurlaubs vor zwei Jahren auf Fehmarn: die „Health“-App auf meinem Smartphone – ein Schrittzähler. Seit jeher begleitet mich diese App und hält meine täglich zurückgelegten Kilometer fest. Dass mein Tageskilometer-Durchschnitt inzwischen bei 12 km liegt, ist nicht normal, das weiß ich. Meinen Freund habe ich damit auch schon infiziert. Obwohl sein Tagesdurchschnitt bei nur vier Kilometern liegt, ist er motiviert diesen zusammen mit mir immer weiter auszubauen. In ihm habe ich den perfekten Wanderpartner gefunden, er ist genauso gerne unterwegs wie ich und entdeckt zu gerne Neues, in der Regel zu Fuß, da Radfahren für mich nicht in Frage kommt. Wenn wir wandern gehen, dann im Wald, um Seen oder einfach durch Städte, die wir kennenlernen möchten. Bis zu zehn Kilometer sind bei einer Waldwanderung nicht selten. Das ist für uns beide der perfekte Weg, um abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Bevor ich meine Runden mit ihm drehte, war ich häufig mit meinem Vater in Wäldern wandern, jetzt laufen wir immer nur noch dann zusammen, wenn mein Freund beruflich eingebunden ist und keine Zeit hat. Auch jetzt hier in England liebe ich es, einfach loszulaufen, ohne ein festes Ziel zu haben, am schönsten ist das natürlich am Meer in Brighton. Wandern ist mein zusätzlicher Sport (Ja, ins Fitnessstudio gehe ich auch gerne) und für mich Entspannung pur. Statt nächtelang durchzufeiern, gehe ich lieber früh ins Bett, stehe auch am Wochenende früh auf, nur um dann schon mittags das Gefühl zu haben, nach einer Wanderung etwas Gutes für meinen Körper getan zu haben.

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