Erlebnisse eines Transmädchens Teil 1

Laura heute

Es ist 2007. Vor ein paar Tagen bin ich 13 Jahre alt geworden und nun sitze ich im Bus nach Polen. Wir sind dort zum Tischtennisspielen. Seit etwa einem halben Jahr bin ich nun im Verein dabei. Mein Talent für diesen Sport hält sich in Grenzen, aber es macht mir Spaß und irgendetwas muss man ja machen, um den Vorstellungen der Eltern von einer sportlichen Betätigung nachzukommen.

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Liebe verbreiten.

Foto: Kilian Amrehn

Foto: Kilian Amrehn (www.kilianamrehn.com)

Nicht weniger als Freiheit.

Text: Restlessmind – Nadine Primo

Freiheit in der Liebe. Freiheit im Alltag. Die Freiheit, das zu tun, wonach einem gerade der Sinn steht. Aber was ist eigentlich dieser Sinn und wodurch zeichnet er sich aus?

Da unsere Gesellschaft zwar ein gewisses Maß an Freiheit garantiert, liegt es am Individuum selbst, ob es sich dafür entscheidet, die ihm offerierte Dosis Autarkie dankend zu empfangen oder nach mehr zu fragen. Nach mehr zu fragen wirkt jedoch immer gleich so gierig. Vielleicht geben sich die meisten Menschen daher mit dem zufrieden, was die Gesellschaft ihnen zu (ver-)bieten hat. Darüber hinaus ist das Freiheitsbedürfnis individuell verschieden.

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Junkies mit Zukunft

Junkies mit Zukunft. Foto: Hans Krum

Foto: Hans Krum

Wo der Spaß nicht mehr ausreicht, fängt der Rausch an.

Text: Restlessmind – Nadine Primo

Die Drogenpolitik befindet sich durch Anpassungsdruck an der Schwelle zur Reformierung. Auch alteingesessene Politiker*innen müssen mittlerweile einsehen, dass der Drogen-Dämonisierungsdrang der letzten Jahre keine wesentlichen Veränderungen herbeigeführt hat. Im Gegenteil. Chemie-, Medizin- als auch Psychologiestudent*innen lernen bereits in den ersten Semestern, zu welchen Zwecken die beliebten Partystoffe MDMA (1), Kokain sowie Amphetamin in der Wissenschaft und sogar in der Therapie eingesetzt wurden sowie zum Teil immer noch werden.

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Alleinsein

Foto: Kilian Amrehn

Foto: Kilian Amrehn (www.kilianamrehn.com)

Text: Restlessmind – Nadine Primo

Alleinsein ist langweilig und irgendwie einsam. Das war lange Zeit meine Auffassung vom Alleinsein. Niemand zum Quatschen, niemand zum Unsinn machen, niemand da, der die lästige Stille in der Luft überbrückt. Leider niemand, der meine Gedanken bestätigt. Allerdings auch niemand, der ihnen widerspricht – zum Glück. Niemand, an dem ich meinen Frust ablassen kann. Niemand, den ich für mein Handeln oder rastlosen Gedanken verantwortlich machen kann. Niemand, der mich aus ihnen befreit. Das ist Einsamkeit.

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Alternative Monatshygiene: Warum ich die Menstruationstasse so sehr liebe

Menstruationstasse
Foto: Pixabay

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich mich von Tampons und Binden, die ja sowieso so viel Müll verursachen, verabschiedet und mich für die Menstruationstasse entschieden. Eine Entscheidung, die ich seitdem kein bisschen bereut habe. Sie ist umweltfreundlicher und langlebiger. Ich spare Geld und Platz in meiner Handtasche, habe mehr Tragekomfort, weniger Aufwand und vor allem muss ich keinen Mülleimer suchen, um meine blutgetränkten „Hygieneartikel“ diskret zu entsorgen, gerade wenn der Mülleimer in der Toilette voll oder gar nicht erst vorhanden ist. Ein großer Vorteil – vor allem auch fürs Reisen.

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Frag mich nicht nach meiner Zukunft

Leben. Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Text: Lisa Walter

Ich mag es nicht, wenn man mich nach meiner Zukunft fragt. Trotzdem passiert es oft bei neuen oder alten Begegnungen. Diese Frage nach meiner Zukunft, die mir mittlerweile mal Bauchschmerzen bereitet, mich mal Scham fühlen lässt aber mir auch mal Freude bereitet, weil ich dann stolz (und innerlich rebellisch) sage: „Keine Ahnung.“ Jedoch passiert es oft, dass ich einfach genervt bin, weil ich mich für mein Leben rechtfertigen und erklären muss. Weil ich meine Argumente ausbreiten muss, warum ich nicht Teil einer Leistung-und Abfertigungsgesellschaft mit dem Lebensziel „Arbeit“ sein möchte. Bist du es Kapitalismus?

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Eifersucht – zusammen wachsen statt zusammenwachsen

Eifersucht; Foto von Christine Bongartz

 Foto: Christine Bongartz

Text: Restlessmind – Nadine Primo

Wenn ich erzähle, dass ich in einer offenen Beziehung lebe, lautet die erste Frage immer: Gibt es denn sowas wie Eifersucht bei euch gar nicht?

Oh doch! Auch in polyamoren (1) und offenen Beziehungen gibt es Eifersucht. Die Frage sollte demnach lauten, wie man damit umgeht. In alternativen Beziehungskonzepten steht nicht das „Was“, sondern das „Wie“ im Fokus der Diskussion. Es geht also nicht darum, dass man mit jemand anderem geschlafen hat/intim wurde, sondern wie das ganze von statten ging. Wie habe ich das Ganze kommuniziert? Wie habe ich meinen Partner oder meine Partnerin vor unangenehmen Gefühlen geschützt und (Verlust-)Ängste genommen?

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Tinder: Selbstbestätigung und Mittel gegen Langeweile

Wenn man sich mal wieder aus Langeweile Tinder runterlädt... Foto: Pixabay

Wenn man sich mal wieder aus Langeweile Tinder runterlädt… Foto: Pixabay

Text: Lisa Walter

Diagnose: kein Tinder. Rezept: Tinder. Ohne jetzt Pro-Tinder zu sein und Werbung für Online-Dating zu machen (manche Menschen haben es auch geschafft sich ohne Tinder, Okcupid, Lovoo und Co. kennenzulernen), möchte ich euch einmal durch meine Augen auf die Tinderwelt gucken lassen und vielleicht habt ihr das (Un-)Glück, euch in einigen Situationen widerzufinden.

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